Chemnitz

Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten: 50° 50′ N, 12° 55′ O
Bundesland:Sachsen
Höhe: 297 m ü. NHN
Fläche: 221,03 km²
Einwohner: 245.618 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 1111 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 09111–09131, 09224, 09228, 09247Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 0371, 037200, 037209, 03722, 03726Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: C
Gemeindeschlüssel: 14 5 11 000
Stadtgliederung: 39 Stadtteile inkl.
8 Ortschaften
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
09111 Chemnitz
Website: www.chemnitz.de
Oberbürgermeister: Sven Schulze (SPD)
Lage der Stadt Chemnitz in Sachsen

Chemnitz [ˈkʰɛmnɪt͡s]  (von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt) ist eine kreisfreie Stadt im Südwesten des Freistaates Sachsen und dessen drittgrößte Großstadt nach Leipzig und Dresden. Aufgrund der bedeutenden einheimischen Textil- und Maschinenbauindustrie während der Industrialisierung (und der damit einhergehenden Rauch- und Schmutzentwicklung) erhielt Chemnitz den Beinamen Sächsisches Manchester.

Als namensgebender Fluss verläuft die Chemnitz durch die am Nordrand des Erzgebirges im Erzgebirgsbecken liegende Stadt. Chemnitz ist Hauptsitz der Landesdirektion Sachsen und Teil der Metropolregion Mitteldeutschland. Am 28. Oktober 2020 wurde die Stadt als Kulturhauptstadt Europas 2025 ausgewählt. Die Feierlichkeiten zur Eröffnung fanden am 18. Januar 2025 statt.

Die älteste urkundliche Erwähnung als Kameniz (von sorbisch kamjenica, „Steinbach“) datiert aus dem Jahre 1143. Mit der industriellen Revolution setzte im 19. Jahrhundert ein starkes Bevölkerungswachstum ein; nach der Reichsgründung 1871 entwickelte sich Chemnitz zu einer wichtigen Industriestadt. In der Zeit der Hochindustrialisierung im Deutschen Reich wurde Chemnitz im Laufe des Jahres 1882 zur Großstadt. Die Einwohnerzahl erreichte zu Beginn der 1930er-Jahre mit über 361.000 Personen ihren historischen Höchstwert. Im Zweiten Weltkrieg wurde bei den Luftangriffen auf Chemnitz im Februar und März 1945 die Innenstadt zu 80 % zerstört. Auf Beschluss des Zentralkomitees der SED und der Regierung der DDR wurde Chemnitz am 10. Mai 1953 in Karl-Marx-Stadt umbenannt.

Mit ihrer über 200-jährigen Industriegeschichte ist die Stadt ein Technologiestandort mit den Branchenschwerpunkten Automobil- und Zulieferindustrie, Informationstechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau. Über 50 % der Stadt bestehen aus Gebäuden von vor 1950, und es gibt zahlreiche Denkmäler der Industriekultur. Chemnitz ist Standort einer Technischen Universität.

In der Stadt im Erzgebirgsvorland gibt es zahlreiche Freizeiteinrichtungen und Museen, darunter die Kunstsammlungen Chemnitz und das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz.

Bekannte Persönlichkeiten der Stadt sind der Maler Karl Schmidt-Rottluff, der Schriftsteller Stefan Heym, die Designerin Marianne Brandt, die Mitglieder der Band Kraftklub sowie die Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt und der Bergsteiger Jörg Stingl, der als zweiter Deutscher den Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff bestieg.

  1. Bevölkerung der Gemeinden Sachsens am 31. Dezember 2024 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 15. Mai 2022 (Gebietsstand 01.01.2024). Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 4. Juli 2025. (Hilfe dazu).
  2. Thomas Laux, Ulf Bohmann (Hrsg.): Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. transcript Verlag, Bielefeld 2025, ISBN 978-3-8376-7234-3.
  3. Chemnitz 2025: Kulturhauptstadtregion. Abgerufen am 18. Januar 2025.
  4. Wayback Machine. Archiviert vom Original am 19. Februar 2025.