Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Partei­vorsitzende Bärbel Bas
Lars Klingbeil
General­sekretär Tim Klüssendorf
Stell­vertretende Vorsitzende Petra Köpping
Serpil Midyatli
Achim Post
Anke Rehlinger
Alexander Schweitzer
Bundes­schatz­meister Dietmar Nietan
Gründung 23. Mai 1863 (ADAV)
8. August 1869 (SDAP)
27. Mai 1875 (Vereinigung)
12. – 18. Oktober 1890 (SPD)
Gründungs­ort Leipzig (ADAV)
Eisenach (SDAP)
Gotha (Vereinigung)
Halle (Saale) (SPD)
Haupt­sitz Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 140
10963 Berlin
Jugend­organisation Jusos
Zeitung Vorwärts
Parteinahe Stiftung Friedrich-Ebert-Stiftung
Aus­richtung Sozialdemokratie
Progressivismus
Europäischer Föderalismus
Farbe(n) Rot (HKS 14)
Bundestagssitze
120/630
Sitze in Landtagen
454/1891
Staatliche Zuschüsse 54.355.501,00 Euro (2025)
Mitglieder­zahl 348.451 (Stand: 31. Dezember 2025)
Mindest­alter 14 Jahre
Durch­schnitts­alter 61 Jahre
(Stand: 31. Dezember 2021)
Frauen­anteil 34 Prozent
(Stand: 31. Dezember 2024)
Internationale Verbindungen Progressive Allianz (Vollmitglied)
Europaabgeordnete
14/96
Europapartei Sozialdemokratische Partei Europas (SPE)
EP-Fraktion Progressive Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament (S&D)
Website www.spd.de

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist eine politische Partei in Deutschland. Sie gilt als älteste noch bestehende deutsche Partei.

Ihre Vorläufer waren der 1863 gegründete Allgemeine Deutsche Arbeiterverein und die 1869 gegründete Sozialdemokratische Arbeiterpartei, die sich 1875 zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zusammenschlossen. Ihren heutigen Namen gab sie sich 1890. Seit den Wahlen im gleichen Jahr wurde sie bei allen Reichstagswahlen bis 1930 stimmenstärkste Partei.

Die SPD stellte in der Weimarer Republik mit Friedrich Ebert das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt der deutschen Geschichte und auch mit Philipp Scheidemann, Gustav Bauer und Hermann Müller vier Regierungschefs. Sie war Gründungsmitglied der Zweiten Internationalen und der Sozialistischen Arbeiterinternationale.

Während der nationalsozialistischen Diktatur war die SPD, die zuvor als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hatte, verboten und operierte daraufhin im Exil unter der Bezeichnung Sopade. Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Oktober 1945 wiedergegründet, wurde sie in der Sowjetischen Besatzungszone mit der KPD zur SED zwangsvereinigt. In Westdeutschland und damit später in der wiedervereinigten Republik konnte sie sich mit dem Godesberger Programm – mit dem die SPD das Bekenntnis zum Marxismus aufgab – als eine von zwei großen Volksparteien neben der CDU etablieren. Die SPD ist seit Bestehen sowohl in der Bundesrepublik bis 1990 als auch im wiedervereinigten Deutschland bis 2008 die mitgliederstärkste Partei gewesen, wie auch von 2016 bis 2023 wieder.

Sie war von 1966 bis 1982, von 1998 bis 2009 und ist seit 2013 erneut an der Bundesregierung beteiligt. Sie war dabei entweder im Rahmen einer Großen Koalition Juniorpartner der Union oder stellte mit Willy Brandt, Helmut Schmidt, Gerhard Schröder oder Olaf Scholz selbst den Bundeskanzler. Parteivorsitzende sind seit 2021 Lars Klingbeil und seit 2025 Bärbel Bas.

Auf Länderebene ist sie als einzige Partei in allen Landesparlamenten in Fraktionsstärke vertreten. Aktuell (März 2026) ist sie in zwölf Ländern an der Regierung beteiligt, in sieben stellt sie den Regierungschef. Im Saarland regiert die SPD allein, ansonsten bildet sie Koalitionsregierungen mit Bündnis 90/Die Grünen (rot-grüne Koalition), der CDU (rot-schwarze Koalition) und der Linken (rot-rote Koalition) sowie Koalitionen mit zwei weiteren Parteien (rot-rot-grüne Koalition, Ampelkoalition, schwarz-rot-gelbe Koalition, Brombeerkoalition).

Die SPD ist Bestandteil der Sozialdemokratischen Partei Europas und sitzt als Teil der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, wo sie mit sechzehn Mitgliedern die drittgrößte Partei ist. Sie ist Mitglied der Progressiven Allianz.

  1. Wahl-O-Mat Europawahl 2019 – Vergleich der Positionen. Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 30. Juni 2019.
  2. Ein Leitfaden für dich. Version 02. Sozialdemokratische Partei Deutschlands, 4. Juni 2021, S. 11 (spd.de [PDF; 2,6 MB; abgerufen am 28. November 2021]).
  3. Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2025. Deutscher Bundestag, 31. Januar 2026, abgerufen am 1. März 2026.
  4. Daniel Friedrich Sturm: Tausende Abgänge für Schwarz-Rot: CDU, CSU und SPD verlieren Mitglieder. In: Tagesspiegel. 27. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.
  5. faz.net
  6. Anna Lehmann: Linke Volkspartei sucht Mehrheit. In: Die Tageszeitung. Taz, die Tageszeitung Verlagsgenossenschaft, 4. März 2025, abgerufen am 6. März 2025.