Halle (Saale)

Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten: 51° 29′ N, 11° 58′ O
Bundesland:Sachsen-Anhalt
Höhe: 87 m ü. NHN
Fläche: 135,02 km²
Einwohner: 226.767 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 1680 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 06108–06132
Vorwahl: 0345
Kfz-Kennzeichen: HAL
Gemeindeschlüssel: 15 0 02 000
Stadtgliederung: 5 Stadtbezirke mit
35 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 1
06108 Halle (Saale)
Website: halle.de
Oberbürgermeister: Alexander Vogt (parteilos)
Lage der Stadt Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt

Halle (Saale) (etwa vom Ende des 15. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts Hall in Sachsen, bis Anfang des 20. Jahrhunderts offiziell Halle an der Saale [ˈhalə an deːɐ ˈzaːlə] , von 1965 bis 1995 Halle/Saale) ist eine kreisfreie Großstadt im Süden von Sachsen-Anhalt. Sie ist mit 226.767 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) die zweitgrößte Stadt Sachsen-Anhalts, die fünftgrößte Stadt der neuen Bundesländer und stand 2023 auf der Liste der Großstädte in Deutschland auf Platz 34. Die Stadt ist Sitz des Landesverwaltungsamtes, der Cyberagentur des Bundes und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie der Kulturstiftung des Bundes, die für die Bundesrepublik Deutschland die Aufgaben der offiziellen internationalen Vertretung der nationalen Wissenschaft sowie der deutschen Kultur haben.

Die Stadt bildet gemeinsam mit der benachbarten Metropole Leipzig den Ballungsraum Leipzig-Halle, in dem mehr als eine Million Menschen leben, sowie mit Leipzig und fünf weiteren Städten in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen die Metropolregion Mitteldeutschland. Halle ist eines der drei Oberzentren des Landes Sachsen-Anhalt, ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt sowie ein wichtiges Wissenschafts- und Wirtschaftszentrum in den ostdeutschen Bundesländern. Die Stadt liegt im sogenannten Chemiedreieck zwischen Schkopau und Bitterfeld-Wolfen.

Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 806. Mit den durch August Hermann Francke 1698 gegründeten Franckeschen Stiftungen gilt Halle als Ausgangspunkt der sozial-humanistischen Bildung in Deutschland. Halle ist die einzige deutsche Großstadt mit über 200.000 Einwohnern, die im Zweiten Weltkrieg nicht großflächig zerstört wurde, so dass ihr städtebaulich-denkmalpflegerischer Gesamtzustand im Vergleich als einzigartig gilt.

In Halle befindet sich mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eine der ältesten Universitäten des Landes sowie die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik und die Burg Giebichenstein Kunsthochschule. Im Stadtgebiet liegen viele bedeutende kulturelle und museale Einrichtungen, wie das Kunstmuseum Moritzburg, das Händel-Geburtshaus und das Landesmuseum für Vorgeschichte mit der Himmelsscheibe von Nebra, die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt. In Halle wird das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation entstehen.

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2024 (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Erik Neumann (Stadtmuseum Halle): Hall in Sachsen. Lag Halle jemals in Sachsen? www.HalleSaale.info, 1991, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. November 2013; abgerufen am 30. Dezember 2012.
  3. Verwaltungsberichte der Stadt Halle an der Saale, herausgegeben vom Magistrat der Stadt Halle, sechster Jahrgang 1871.
  4. Adreßbuch für Halle a. d. S. und Umgebung; unter Benutzung amtlicher Quellen; Scherl, 1926.
  5. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2024 (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  6. metropolregion mitteldeutschland. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juni 2010; abgerufen am 6. Dezember 2012.
  7. Hans-Joachim Mrusek: Halle/Saale. Seemann, Leipzig, 2., verb. Aufl., 1964, S. 17.
  8. Als Halle aufatmete: Was der Stadtarchivar zum Weltkriegsende vor 75 Jahren sagt. 20. April 2020, abgerufen am 20. April 2020.
  9. „Zukunftszentrum“ im Osten: Halle wird Transformationsstadt. In: Deutschlandfunk Kultur. 15. Februar 2023, abgerufen am 16. Februar 2023.