Chinesisch-nordkoreanische Beziehungen
| Volksrepublik China | Nordkorea |
Die chinesisch-nordkoreanischen Beziehungen bezeichnen die zwischenstaatlichen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea (Nordkorea). Beide Staaten gehören zu den letzten nominal kommunistischen Staaten und die Volksrepublik intervenierte unter Mao Zedong auf der Seite Nordkoreas im Koreakrieg. China und Nordkorea haben 1961 einen Vertrag über gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit unterzeichnet, der derzeit der einzige gegenseitige Verteidigungspakt ist, den beide Länder mit anderen Staaten geschlossen haben. China fungiert so bis heute als Schutzmacht der Kim-Dynastie Nordkoreas und gilt neben Russland als dessen einziger Verbündeter. Da China kein Interesse an einer weiteren atomaren Aufrüstung in Nordostasien hat, traten durch das nordkoreanische Kernwaffenprogramm Meinungsverschiedenheiten zwischen beide Staaten zutage; so trug China bspw. UN-Sanktionen gegen Nordkorea mit.
Die Volksrepublik China ist der nahezu einzige Handelspartner Nordkoreas und der Güteraustausch an der Grenze zwischen China und Nordkorea ist für das Land überlebenswichtig. Aufgrund im Land herrschender Unterdrückung haben zahlreiche nordkoreanische Flüchtlinge versucht, heimlich die Grenze zu China zu überqueren, um sich ins Ausland abzusetzen. Die Volksrepublik China hat ein Auslieferungsabkommen mit Nordkorea und schickt aufgegriffene Flüchtlinge aus dem Land nach Nordkorea zurück. Als oberste Priorität für China gilt die Verhinderung einer Destabilisierung seiner Grenzregion, weshalb auch das totalitäre und isolierte Kim-Regime toleriert wird.