Christian Schwarz-Schilling

Christian Schwarz-Schilling (* 19. November 1930 in Innsbruck; † 6. April 2026 in Büdingen) war ein deutscher Politiker (CDU) und Unternehmer. Er war von 1982 bis 1992 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen (seit 1989 Bundesminister für Post und Telekommunikation).

Nach Beginn des Bosnienkriegs 1992 trat er aus Protest gegen die diesbezügliche Politik von Helmut Kohl zurück und setzte sich fortan für die Menschenrechte in Bosnien und Herzegowina ein, also noch vor dem Massaker von Srebrenica. In den Jahren 2006 und 2007 war er 17 Monate lang der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina und damit verantwortlich für die Überwachung des Friedensabkommens von Dayton.

Als Unternehmer leitete er gemeinsam mit seiner Ehefrau Marie-Luise von 1957 bis zu seinem Eintritt in die Bundesregierung 1982 die Accumulatorenfabrik Sonnenschein. Von 1966 bis 1976 war Schwarz-Schilling Mitglied des Hessischen Landtages, von 1967 bis 1980 Generalsekretär der CDU Hessen und von 1976 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1993 bis 2002 leitete er ein Beratungsunternehmen für die Telekommunikationsbranche.

Kritisiert wurde er wegen mehrerer Affären um mögliche Interessenkonflikte, gewürdigt wegen seines intensiven Einsatzes für die Menschenrechte.