Christliche Zeitrechnung
Die christliche Zeitrechnung ist ein System der Zeitrechnung mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den verschiedenen christlichen Gemeinschaften.
Die gebräuchlichste Ära geht vom angenommenen Geburtsjahr Jesu Christi aus und bezeichnet dieses Jahr als das Jahr eins und zählt von da ab weiter. Das Jahr eins und die darauffolgenden Jahre werden zur Unterschied mit anderen Systemen, gelegentlich mit dem Zusatz „nach Christus“, abgekürzt n. Chr. bezeichnet. In säkularer Form wird das mit der Abkürzung u. Z. (unserer Zeitrechnung) ausgedrückt. Vorgehende Jahre werden mit dem Zusatz „vor Christus“, abgekürzt v. Chr. bezeichnet. In säkularer Form benutzt man die Abkürzung v. u. Z. (vor unserer Zeitrechnung). Darüber hinaus bestehen je nach Kirche auch noch andere Jahreszählungen.
Die übrigen Elemente des Zeitrechnungssyteme im christlichen Kulturbereich, insbesondere die zyklischen Strukturen mit Sonnenjahren, Monaten, Wochen und Wochentagen wurden aus älteren Kulturen übernommen und kommen in Zeitrechnungen anderer Kulturen auch heute ebenso vor. Das Christentum übernahm sie von älteren Kulturen zusammen mit dem später reformierten julianischen Kalender der Römer. Die Sieben-Tage-Woche ist in der Tora nachweisbar verwendet worden und hat in der biblisch-jüdischen Tradition eine große Bedeutung. Das Sonnenjahr und seine vom Mondmonat abweichenden 12 Monate wurden mit dem julianischen Kalender übernommen. Die Bezugspunkte für die Jahresrechnung, den Jahresanfang, den Wochenanfang und den Tagesanfang variierten im Laufe der Geschichte.