Wärmedurchgangskoeffizient

Physikalische Größe
Name Wärmedurchgangs­koeffizient
Formelzeichen
Größen- und
Einheitensystem
Einheit Dimension
SI W/(m2 · K) T−3·M·Θ−1

Der Wärmedurchgangskoeffizient (umgangssprachlich auch Wärmedämmwert oder U-Wert) in W/(m²·K) ist ein Maß für den Wärmedurchgang durch Materie aufgrund eines räumlichen Temperaturunterschiedes. Als Formelzeichen wurde bis zum Inkrafttreten der ISO 6946 1996 , danach verwendet. Die Verwendung von ist im angelsächsischen Bereich seit 1949 belegt. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist abhängig von den Wärmeübergangskoeffizienten zwischen verschiedenen Arten von Materie sowie der Wärmeleitfähigkeit und Geometrie der Materie.

Besonders weit verbreitete Anwendung findet der Wärmedurchgangskoeffizient im Bauwesen, wo er zur Bestimmung der Transmissionswärmeverluste durch Bauteile hindurch dient. Im Fall einer ebenen Wand gibt er den Wärmestrom je Fläche der Wand und je Kelvin Temperaturunterschied an. Seine SI-Einheit ist daher W/(m²·K), ausgesprochen: Watt pro (Quadratmeter mal Kelvin). Der Wärmedurchgangskoeffizient verhält sich umgekehrt proportional zur Wärmedämmung. Je höher der Wärmedurchgangskoeffizient, desto geringer ist die Wärmedämmung des Bauteils. Je niedriger der Wärmedurchgangskoeffizient, desto höher ist die Wärmedämmung des Bauteils.

Physikalische Größe
Name Wärmedurchgangs­widerstand
Formelzeichen
Größen- und
Einheitensystem
Einheit Dimension
SI m2 · K/W T3·M−1·Θ

Der Wärmedurchgangswiderstand in m²·K/W ist der Kehrwert des Wärmedurchgangskoeffizienten. Als Formelzeichen wird in der Regel verwendet. Der Wärmedurchgangswiderstand verhält sich direkt proportional zur Wärmedämmung. Je höher der Wärmedurchgangswiderstand, desto größer ist die Wärmedämmung des Bauteils. Je niedriger der Wärmedurchgangswiderstand, desto geringer ist die Wärmedämmung des Bauteils.

  1. Bauphysik in Kürze. In: Bauphysik 22 (2000), Heft 2. S. 121-123, abgerufen am 1. August 2025.
  2. Eintrag im Merriam-Webster Dictionary. Abgerufen am 31. Juli 2025.
  3. EN ISO 6946 nach Reick, Palecki; siehe Normen und Literatur