D2 (Computer)
Der programmierbare Rechenautomat D2 (Dresden 2) war ein Computertyp aus der DDR.
Der intern mit Dualzahlen arbeitende Digitalrechner wurde zwischen 1956 und 1959 an der TH Dresden entworfen und gebaut. Sein Konstrukteur war Nikolaus Joachim Lehmann, Vater vieler historischer Computer aus Dresden.
Der D2 war, wie sein Vorgänger D1, ein Röhrencomputer. Er verfügte über 1400 Elektronenröhren, erreichte eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von 1000 FLOPS. Sein Trommelspeicher hatte 256 Spuren („Bahnen“), auf jeder Bahn Platz für 16 56-Bit-Wörter (2 Befehle je Wort) und konnte somit 4096 Wörter zu je 56 Bit speichern. Es gab 11 Register. Die Trommel hatte außerdem einen Schnellspeicher-Teil mit mittlerer Wartezeit von nur 0,34 ms (320 Plätze); Transporte vom Haupt- zum Schnellspeicher und zurück konnten parallel zur Rechnung erfolgen.
Nachfolger des D2 waren die Digitalrechner D3 und D4.