DOS-Extender
Als DOS-Extender bezeichnet man Programme für MS-DOS bzw. dazu kompatibles DOS (wie PC DOS oder DR-DOS), die den Protected Mode verwenden. Dieser steht bei der x86-Architektur ab dem Intel 80286 (16-Bit-Protected-Mode) und 80386 (zusätzlich 32-Bit-Protected-Mode) neben dem bisherigen Real Mode zur Verfügung. Da PC-kompatibles DOS ein Real-Mode-Betriebssystem ist, sind DOS-Programme grundsätzlich ebenfalls auf diesen Modus beschränkt, und damit auch auf den konventionellen Speicher von 640 KiB. Mithilfe eines DOS-Extenders allerdings können DOS-Programme nicht nur im Protected Mode laufen, sondern vor allem haben sie direkten Zugriff auf den erweiterten Speicher, womit diese Limitierung wegfällt.
Die bekanntesten Standards für DOS-Extender sind VCPI und DPMI. Anfang der 1990er Jahre etablierte sich durchwegs DPMI, weil es mit den DOS-basierten Windows-Versionen ab Windows 3.x und mit OS/2 voll kompatibel ist.
- ↑ Douglas Barney: Extender appeal; Vendors add support in light of OS/2 letdown. In: Computerworld. Band 13, Nr. 19, 8. Mai 1989, ISSN 0010-4841, S. 43, 59 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).