Danzig

Danzig
Gdańsk
Danzig
Gdańsk
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Kreisfreie Stadt
Fläche: 263,4 km²
Geographische Lage: 54° 21′ N, 18° 39′ O
Höhe: 0–180 m n.p.m.
Einwohner: 487.371
(1. Jan. 2024)
Postleitzahl: 80-009 bis 80-958
Telefonvorwahl: (+48) 58
Kfz-Kennzeichen: GD
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Danzig–Cieszyn
KołbaskowoPruszcz Gdański
ŻukowoChyżne
Eisenbahn: Warschau–Danzig
Danzig–Stettin
innerstädtisch: Wrzeszcz–Osowa
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 263,4 km²
Einwohner: 487.371
(1. Jan. 2024)
Bevölkerungsdichte: 1850 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2261011
Verwaltung (Stand: 2019)
Stadtpräsident: Aleksandra Dulkiewicz
Adresse: ul. Nowe Ogrody 8/12
80-803 Gdańsk
Webpräsenz: www.gdansk.pl

Danzig (polnisch Gdańsk [ɡdaɲsk] Aussprache, kaschubisch Gduńsk, lateinisch Gedanum) ist eine Metropole in der Woiwodschaft Pommern in Polen, deren Hauptstadt sie ist. Die ehemalige Hansestadt ist ein bedeutender Handelsstandort mit dem größten Hafen des Landes und zahlreichen Werften.

Mit über 487.000 Einwohnern ist Danzig die sechstbevölkerungsreichste Stadt Polens. Zusammen mit der industriell geprägten Hafenstadt Gdynia (Gdingen) und dem Erholungsort Sopot (Zoppot) bildet Danzig das Zentrum der Metropolregion Dreistadt (Trójmiasto). Im gesamten städtisch geprägten Ballungsraum Danzig (aglomeracja gdańska) leben mehr als 1,2 Millionen Menschen.

Unter pommerellischer und polnischer Herrschaft im 10. bis 13. Jahrhundert, unter Oberherrschaft des Deutschen Ordens von 1308 bis 1454, freie Stadtrepublik unter Oberhoheit der polnischen Krone (1454–1793), preußisch ab 1793 und dem Völkerbund unterstehende Freie Stadt ab 1920 wurde Danzig zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in das Deutsche Reich inkorporiert (1939) und nach der Besetzung durch sowjetische Truppen (1945) Teil der Volksrepublik Polen. Die ursprünglich deutsche Bevölkerung floh oder wurde vertrieben. Am Kriegsende nahezu völlig zerstört, wurde das historische Stadtzentrum unter polnischer Führung wiederaufgebaut.

In den 1980er Jahren war Danzig das Zentrum der oppositionellen antikommunistischen Bewegung, die in der Gewerkschaft Solidarność unter der Führung von Lech Wałęsa ihren Mittelpunkt fand. Diese spielte eine wichtige Rolle bei der Beendigung der kommunistischen Herrschaft in Polen und beeinflusste den Niedergang der kommunistischen Regime des ganzen Ostblocks bis hin zum Fall der Berliner Mauer und der Auflösung der Sowjetunion.

Wichtige Institutionen in Danzig sind die Universität Danzig, die Technische Universität Danzig, das Nationalmuseum, das Shakespeare-Theater Danzig, das Museum des Zweiten Weltkrieges, die Baltische Philharmonie sowie das Europäische Zentrum der Solidarność.

  1. 1 2 Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
  2. Edmund Gussmann: The phonology of Polish. Oxford University Press, 2007, S. 4.