Das Gespenst von Canterville (Erzählung)

Die Erzählung Das Gespenst von Canterville (englisch The Canterville Ghost) des irischen Schriftstellers Oscar Wilde erschien erstmals im Jahr 1887 in der Londoner Zeitschrift The Court and Society Review – sie war das erste erzählerische Werk des Schriftstellers. Als Gesellschaftssatire beginnend, führt der Autor die Erzählung im Stil einer Burleske weiter, um sie romantisch-sentimental ausklingen zu lassen. Wilde selbst bezeichnete die Erzählung als „hylo-idealistische romantische Erzählung“.

  1. Hylo-Idealismus ist eine „Auffassung, nach der die Wirklichkeit Erscheinungsform des Geistes ist“. Hyle ist ein Begriff aus der Philosophie des Aristoteles und steht für „Stoff“ oder „Materie“. Idealismus ist eine philosophische Position, die – anders als der Materialismus – dem Geist den Vorrang vor der Materie einräumt. Vgl. Oscar Wilde: The Canterville Ghost. (Reclam Fremdsprachentexte). Reclam, 1984, S. 3.
  2. Oscar Wilde: Das Gespenst von Canterville. Reclam-Verlag, Stuttgart 2008, S. 3.