Deepwater Horizon
| Die Deepwater Horizon während des Brandes 2010 | ||||||||||||||||||||
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Die Deepwater Horizon war eine Bohrplattform für die Erdölexploration im Golf von Mexiko. Die Firma Transocean stellte sie 2001 in Dienst und betrieb sie im Auftrag des Leasingnehmers BP, um damit Ölbohrungen in rund 1500 Meter tiefen Gewässern durchzuführen.
Am 20. April 2010 kam es infolge verschiedener schwerer Versäumnisse zu einem Blowout, bei dem die Plattform in Brand geriet und infolgedessen zwei Tage später unterging. Elf Arbeiter kamen ums Leben. Ihre Leichen wurden nie gefunden.
87 Tage lang strömten etwa 800 Millionen Liter Öl ins Meer, was zur Ölpest im Golf von Mexiko führte, der schwersten Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte. Ähnlich große Rohölmengen waren im Jahr 1979/80 beim Blowout der Ixtoc-I-Bohrung ausgetreten. Seit dem 16. Juli 2010 ist der Ölausfluss mit einem temporären Verschluss gestoppt. Am 19. September 2010 erklärte Thad Allen, Sonderbeauftragter der US-Regierung, die Quelle offiziell für „tot“.
Die vom US-Justizministerium infolge der Ölpest dem BP-Konzern im Deepwater-Prozess auferlegte Strafe von 4,5 Mrd. US-Dollar ist die höchste jemals verhängte Strafe für ein Umweltdelikt. Zusätzlich hat BP für die Bewältigung der Folgekosten der Ölpest 38,1 Mrd. Dollar Rückstellungen gebildet (Stand November 2012), 14 Mrd. Dollar wurden bereits ausgezahlt.
- ↑ Deepwater Horizon. In: infieldRigs.com. Abgerufen am 16. Mai 2022 (englisch).
- ↑ Jasmin Lörchner: Explosion der "Deepwater Horizon": Das Höllen-Bohrloch. In: Spiegel Online. 20. April 2020, abgerufen am 15. Mai 2020.
- ↑ Hoffnungen treiben BP-Aktie} ( vom 22. Juli 2010 im Internet Archive) In: ARD.de vom 16. Juli 2010.
- ↑ Ölquelle im Golf von Mexiko offiziell versiegelt ( vom 21. September 2010 im Internet Archive)
- ↑ BP-Mitarbeiter wegen Tötungsdelikten angeklagt . In: Süddeutsche Zeitung. 15. November 2012; abgerufen am 16. November 2012.