Der Meisterdieb (Märchen)

Der Meisterdieb ist ein Märchen (ATU 1525 A, 1740, 1737). Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ab der 5. Auflage von 1843 an Stelle 192 (KHM 192) und stammt aus Moriz Haupts Zeitschrift für deutsches Alterthum von 1843 (Ein Märchen aus Thüringen, von Georg Friedrich Stertzing). Ludwig Bechstein übernahm es nach derselben Vorlage in sein Deutsches Märchenbuch als Die Probestücke des Meisterdiebes (1845 Nr. 5, 1853 Nr. 4). Zudem ist es in ähnlicher Form auch im isländischen, dänischen, norwegischen, lettischen, französischen und italienischen Sprachraum sowie aus der Schweiz und Afghanistan bekannt.

  1. Adeline Rittershaus: Der Meisterdieb. In: Die neuisländischen Volksmärchen. Ein Beitrag zur vergleichenden Märchenforschung, Max Niemeyer, Halle 1902, S. 367–373; Digitalisat. zeno.org.
  2. Bengt Holbek (Hrsg.): Dänische Volksmärchen. Akademie-Verlag, Berlin, 1990, Der Meisterdieb, S. 208–214, 278; Übersetzung von Gisela Perlet.
  3. Peter Christen Asbjørnsen, Jørgen Engebretsen Moe: Der Meisterdieb. In: Norwegische Volksmärchen, Teil 1 und 2, Hans Bondy, Berlin 1908, S. 167–182; Digitalisat. zeno.org.
  4. Reimund Kvideland, Hallfreður Örn Eiríksson (Hrsg.): Norwegische und Isländische Volksmärchen. Akademie-Verlag, Berlin, 1988, S. 216–218, 305; Übersetzung von Karin Machnitzky.
  5. Ojārs Ambainis (Hrsg.): Lettische Volksmärchen. Akademie-Verlag, Berlin, 1977, S. 291–292, 433; Übersetzung von Benita Spielhaus.
  6. Ernst Tegethoff: Der Meisterdieb. In: Französische Volksmärchen 2. Digitalisat. zeno.org.
  7. Walter Keller und Lisa Rüdiger (Hrsg. und Übert.): Die Märchen der Weltliteratur – Italienische Märchen. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1959, S. 95–104, 381.
  8. Robert Wildhaber, Leza Uffer (Hrsg.): Die Märchen der Weltliteratur – Schweizer Volksmärchen. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf / Köln 1971, S. 65–67, 271–272.
  9. Gisela Borcherding (Samm. und Hrsg.): Granatapfel und Flügelpferd – Märchen aus Afghanistan. Das Gesicht der Völker, Bd. 43. Erich Röth-Verlag, Kassel 1975, S. 158–165, 187.