Diastematomyelie

Klassifikation nach ICD-10
Q06.2 Diastematomyelie
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die Diastematomyelie (griechisch-lateinisch und englisch Diastematomyelia) ist eine seltene angeborene Fehlbildung des Spinalkanales, bei welcher Teile des Rückenmarkes in Längsrichtung geteilt sind. Sie gehört zu den Dysraphien.

Der Begriff leitet sich von altgriechisch μῦελόν = (Rücken)Mark und διάστημα diástēma „Zwischenraum“ ab.

Ein knöcherner, knorpeliger oder bindegewebiger Sporn oder ein Septum (Scheidewand) quert den Spinalkanal über eine Länge von einem oder mehreren Wirbelkörpern und teilt damit das Rückenmark in zwei Stränge.

Diese Fehlbildung wurde erstmals im Jahre 1837 durch C. P. Oliver beschrieben.

  1. Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  2. C. P. Oliver: Traité des Maladies de la Mòelle. In: Epinière. Vol 1, 3. Auflage. Mequignon, Marvis, Paris, S. 189.