Diwan (Dichtung)

Der Begriff Diwan (arabisch, persisch, osmanisch دیوان, DMG Dīwān ‚Gedichtsammlung; Ratsversammlung, Regierungsbüro, Gerichtshof, Kanzlei, Behörde, Büro‘; im Deutschen in der Bedeutung Gedichtsammlung seit Goethe, 1819, geläufig) steht für eine Sammlung von Poesie und Prosa in der Literatur der islamischen Welt.

  1. Abgeleitet vom arabischen Verbstamm دَوّنَ, DMG dawwana ‚aufzeichnen, aufschreiben, eintragen, schriftlich niederlegen; sammeln (von Gedichten)‘, vgl. H. Wehr: Arabisches Wörterbuch, Wiesbaden 1968, S. 272 f.
  2. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Aufl., hrsg. von Walther Mitzka, De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 135 f. (Diwan), hier: S. 136.
  3. François de Blois: DĪVĀN. In: Encyclopædia Iranica. 2011, abgerufen am 3. Dezember 2015.