Diwan (Verwaltung)

Dīwān (arabisch ديوان, DMG dīwān ‚Sammlung, Versammlung‘) bezeichnet seit etwa 638 die Heeresversammlung muslimischer Armeen, im übertragenen Sinn auch das Heeresregister. Später wurde der Begriff auch für ein Büro, eine Behörde oder Ratsversammlung (auch Staatsrat) verwendet. Die doppelte Bedeutung „Versammlung“ und „Register“ beschreibt im Sinne einer Werksammlung (eines Autors) in der Literatur eine Gedichtsammlung.

  1. Tagung von al-Dschābiya.
  2. Tilman Nagel: Staat und Glaubensgemeinschaft im Islam : Geschichte d. polit. Ordnungsvorstellungen d. Muslime (mehrteiliges Werk), Staat und Glaubensgemeinschaft im Islam (Bd. 2.: Vom Spätmittelalter bis zur Neuzeit). Artemis-Verlag, Zürich/München 1981, S. 406.
  3. Bozorg Alavi, Manfred Lorenz: Lehrbuch der persischen Sprache. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1967; 7., durchgesehene Auflage, Langenscheidt Verlag Enzyklopädie, Leipzig/Berlin/München u. a. 1994, ISBN 3-324-00253-2, S. 308.
  4. François de Blois: DĪVĀN. In: Encyclopædia Iranica. 2011, abgerufen am 3. Dezember 2015.