Djedkare

Namen von Djedkare

Kartusche von Djedkare in der Königsliste des Sethos I. in Abydos
Horusname
Djed-chau
Ḏd-ḫˁ.w
Dauernd an Erscheinungen
Nebtiname
Djed-chau-nebti
Ḏd-ḫˁ.w-nb.tj
Dauernd an Erscheinungen der beiden Herrinnen
Goldname

Djed-bik-nebu
Ḏd-bjk-nbw
Der Dauernde [Goldfalke]
Thronname


Djed-ka-Re
Ḏd-k3-Rˁ
Dauernde Ka-Kraft des Re
Djed-ka-Hor
Ḏd-k3-Ḥr.(w)
Dauernde Ka-Kraft des Horus
Eigenname

Isesi (Asosi)
Jzzj
Königspapyrus Turin

Djedu
Ḏdw
Königsliste von Abydos (Sethos I.) (Nr.32)
Djed-ka-Re
Ḏd-k3-Rˁ
Königsliste von Sakkara (Nr.31)
Maat-ka-Re
M3ˁ.t-k3-Rˁ
Die Maat und Ka-Kraft des Re /
(mit) Maat und Ka-Kraft, ein Re

wohl Verschreibung von Ḏd zu M3ˁ.t
Griechisch
bei Manetho

Tancheres

Djedkare (Djed-ka-Re, auch Djedkare Isesi oder Djedkare Asosi) war der achte König (Pharao) der altägyptischen 5. Dynastie im Alten Reich. Er regierte etwa während des Zeitraums von 2410 bis 2380 v. Chr. Über seine Person und vor allem seine genaue Stellung innerhalb der Königsfamilie der 5. Dynastie ist bislang kaum etwas bekannt. Während seiner Regierungszeit kam es zu bedeutenden Reformen in der Landesverwaltung. Inschriften und bildliche Darstellungen zeugen von zahlreichen Kriegs- und Handelsexpeditionen nach Syrien, Nubien und Punt. Im religiösen Bereich vollzog sich unter Djedkare ein Wandel, in dessen Zuge die starke Verehrung des Sonnengottes Re zurückging. Stattdessen übernahm nun der Totengott Osiris eine bedeutende Rolle, der während Djedkares Regierungszeit zum ersten Mal belegt ist. Dieser religiöse Wandel bedeutete auch, dass Djedkare kein Sonnenheiligtum mehr errichtete, wie es für die vorangegangenen Herrscher der 5. Dynastie üblich gewesen war. Dem König kann eine Pyramidenanlage im Süden von Sakkara zugewiesen werden, in der Reste seiner Mumie gefunden wurden.

  1. Alan H. Gardiner: The royal canon of Turin. Bildtafel 2; Die hier von den sonst üblichen Syntax für Hieroboxen abweichende Darstellung des Eintrags im Turiner Papyrus ist auf den Umstand gemünzt, dass im Hieratischen offene Kartuschen zur Verwendung kamen. Das abwechselnde Mal-fehlen-mal-vorhandensein bestimmter Namenselemente ist auf Materialschäden im Papyrus zurückzuführen.
  2. Jahreszahlen nach Schneider: Lexikon der Pharaonen. Düsseldorf 2002.