Doris von Sayn-Wittgenstein

Doris Fürstin von Sayn-Wittgenstein (* 1. Oktober 1954 als Doris Ulrich in Arolsen) ist eine deutsche Politikerin (AfD). Von 2017 bis 2022 war sie Mitglied des Landtags von Schleswig-Holstein. Sie war Landesvorsitzende der AfD Schleswig-Holstein.

Am 28. August 2019 wurde sie vom Bundesschiedsgericht aus der AfD ausgeschlossen. Sayn-Wittgenstein hatte für einen rechtsextremistischen Verein geworben, der auf der sogenannten Unvereinbarkeitsliste der AfD steht; das Parteigericht sah darin ein „parteischädigendes Verhalten“. Im April 2021 urteilte das Landgericht Berlin, dass von Sayn-Wittgenstein weiterhin AfD-Mitglied ist, da der Ausschluss aufgrund formaler Fehler nicht wirksam stattgefunden hat. Im Februar 2024 zog der AfD-Bundesvorstand seine Berufung beim Berliner Kammergericht aufgrund fehlender Erfolgsaussichten zurück, wodurch das Urteil des Landgerichts Berlin rechtskräftig geworden ist.

  1. Sayn-Wittgenstein, Fürstin von, Doris. In: lissh.lvn.ltsh.de. Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein, abgerufen am 5. Dezember 2017.
  2. Elmar Schulten: Doris von Sayn-Wittgenstein: Unbekannte AfD-Frau stammt aus Bad Arolsen. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 11. Dezember 2017, abgerufen am 12. Dezember 2017.
  3. „Wir holen uns unser Land zurück“. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Juni 2019, abgerufen am 29. Juni 2019.
  4. AfD-Fraktion: Ausschluss von Doris von Sayn-Wittgenstein ist rechtens. In: Die Zeit. 29. August 2019, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 21. September 2019]).