Ehelosigkeit
Die Ehelosigkeit ist ein Zustand durch freiwilligen oder erzwungenen Verzicht auf eine Eheschließung, aus unterschiedlichen Gründen.
Ein Teil der früher für ledige Menschen verwendeten Begriffe, wie „alte Jungfer“ oder „Hagestolz“, sind klar negativ konnotiert und sind mittlerweile aus dem alltäglichen Sprachgebrauch verschwunden.
Während Bezeichnungen wie „Junggeselle“ nach wie vor verwendet werden, wurden andere Begriffe, die früher für Ledige verwendet wurden, wie z. B. „Fräulein“, offiziell aus dem behördlichen Sprachgebrauch entfernt.
Dabei sollte zwischen frei gewählter und verordneter Ehelosigkeit ebenso unterschieden werden, wie zwischen selbst gewählter und vorgeschriebener sexueller Enthaltsamkeit/Abstinenz. So gab es auch in Klöstern sowohl Personen, die in erster Linie aus religiösen Motiven eintraten, als auch Menschen deren Alternativen als Unverheiratete begrenzt waren (dies traf besonders auf unverheiratete Frauen zu).
- ↑ Bärbel Kuhn: Familienstand ledig. Böhlau Verlag, Köln/Weimar 2000, ISBN 3-608-50480-X, S. 4–5.
- ↑ Katrin Baumgarten: Hagestolz und Alte Jungfer. Waxmann, Münster 1997, ISBN 3-89325-514-1, S. 5–10.
- ↑ 50 Jahren wurde „Fräulein“ aus dem behördlichen Sprachgebrauch verbannt (16. Januar 1972) von 22. November 1921 Freie Universität Berlin, abgerufen am 7. September 2025.
- ↑ Die Zeit – Das Lexikon mit dem Besten aus der Zeit, Band 4 S. 46, Hamburg 2005, ISBN 3-411-17564-8
- ↑ Ehelos und unverheiratet
- ↑ Bärbel Kuhn: Familienstand ledig. Böhlau Verlag, Köln/Weimar 2000, ISBN 3-608-50480-X, S. 51.