Eigenumsatz

Eigenumsatz bezeichnet in der Betriebswirtschaftslehre denjenigen Teil des Unternehmensumsatzes, der durch Lieferungen und Leistungen innerhalb desselben Betriebes entsteht. Er wird vom Kundenumsatz, der aus Geschäften mit externen Abnehmern resultiert, sowie vom Eigenverbrauch abgegrenzt. In der betrieblichen Praxis umfasst der Eigenumsatz etwa den Verbrauch eigener Fertigerzeugnisse (z. B. Maschinen in einer Maschinenfabrik), innerbetriebliche Reparaturen, eigene Neubauten oder die Abgabe von Waren an eigene Verkaufsstellen. Im Umsatzsteuerrecht sind Eigenumsätze grundsätzlich nicht steuerbar. Der Begriff ist ferner für die Rechnungslegung von Konzernen von Bedeutung, da die Abgrenzung zwischen Eigenumsatz und konzerninternem Umsatz (Innenumsatz) Auswirkungen auf die Konzernabschlusserstellung hat.

  1. Norbert Dautzenberg: Stichwort Eigenumsatz. In: Gabler Wirtschaftslexikon. Springer Fachmedien, Wiesbaden, abgerufen am 5. März 2026.