Einmotordrehgestell

Ein Einmotordrehgestell, auch aus dem Französischen Monomoteur-Drehgestell, ist eine Bauform von Drehgestellen mit Gruppenantrieb, die bei Elektro- und Diesellokomotiven verwendet wird. Sie zeichnet sich durch einen großen Fahrmotor aus, der über ein Stirnradgetriebe die Radsätze des Drehgestells antreibt. Das Getriebe ist manchmal als Schaltgetriebe ausgeführt, das im Stehen umgeschaltet werden kann. Die Bauart war vor allem in Frankreich und Italien verbreitet, wurde aber ab den 1980er Jahren kaum mehr gebaut.

  1. Bendel, Helmut: Die elektrische Lokomotive Aufbau, Funktion, neue Technik. 2., bearb. und erg. Auflage. Berlin 1994, ISBN 3-344-70844-9, "19.4.3 Gruppenantriebe", S. 329330.