Eisenbahnprojekt Wasserfallen

Wasserfallenbahn (Projekt 1874/75)
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 17.5 
nach Basel
Liestal
Hauensteinstrecke nach Lausen-Olten
Bubendorf
Ziefen
Reigoldswil
Wasserfallen-Tunnel (4185 m)
Mümliswil
Balsthal
Klus
Oensingen (Bahnstrecke Olten–Solothurn)

Die Wasserfallenbahn – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Seilbahn – war ein Eisenbahnprojekt in der Nordwestschweiz, das 1875 nach 11 Monaten Bauzeit an der gewählten Bauweise, an mangelnden Finanzen und am fehlenden Willen der Bauherrschaft, der Schweizerischen Centralbahn, scheiterte.

Der Bau des 4'185 Meter langen Wasserfallen-Tunnels wurde mit sechs senkrechten Schächten begonnen, die nach einem Jahr Bauzeit mit Wasser voll gelaufen sind, was zum Konkurs der Baufirma führte.

Die Wasserfallenbahn sollte Teilstück einer möglichst kurzen Eisenbahnstrecke zwischen Basel und Bern bilden, mit einem Juradurchstich unter dem Höhenzug Wasserfallen zwischen der Baselbieter Ortschaft Reigoldswil und dem Solothurnischen Mümliswil.

Als Wasserfallenbahn wurde die Teilstrecke Liestal – Oensingen bezeichnet. Anschliessend wäre man, von Basel herkommend, auf der Gäubahnstrecke von Oensingen direkt nach Solothurn gefahren und dann mit der Solothurn-Schönbühl-Bahn nach Bern. Letztere wurde nur von Solothurn nach Biberist (Äspli) realisiert.

Ausserdem hätte die Wasserfallenbahn das Kernstück der damals kürzesten Strecke von Basel in die Westschweiz gebildet.