Eisenbahnunfall von Tembi
Der Eisenbahnunfall von Tembi ereignete sich am späten Abend des 28. Februar 2023 auf der Bahnstrecke Piräus–Platy in der griechischen Region Thessalien zwischen den Orten Evangelismos und Tembi. Ein Reisezug stieß dabei mit einem entgegenkommenden Güterzug frontal zusammen. Bei dem schwersten Eisenbahnunfall in der Geschichte Griechenlands starben mindestens 57 Menschen, weitere 85 wurden verletzt, davon 25 schwer.
Das Unglück geht auf fehlende Sicherheitssysteme und menschliches Versagen zurück. Die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) geht von Korruption als tiefere Ursache aus. Sie ermittelte, dass die mit erheblichen EU-Mitteln finanzierten Sicherungsanlagen nicht in Betrieb genommen worden waren und es erst dadurch zu diesem Unfall kommen konnte. Sie verweist darauf, dass die griechische Regierung unter Kyriakos Mitsotakis (ND) mit ihrer Parlamentsmehrheit die Ermittlungen zu blockieren versuche.
- ↑ jh/klon: Schwere Frontalkollision in Griechenland. In: Eisenbahn-Revue International 4/2003, S. 168.
- ↑ Olga Chladkova und Michael Grytz, ARD Brüssel: EU-Generalstaatsanwältin Kövesi: "Es gibt kein sauberes Land". Abgerufen am 14. Oktober 2025.
- ↑ Handelsblatt. Abgerufen am 14. Oktober 2025.