Elaboration (Psychologie)

Unter Elaboration (lateinisch laborare ‚arbeiten‘) wird in der Psychologie der Prozess der vertieften Informationsverarbeitung im Gehirn beim Lernen verstanden, durch welchen neu erworbenes Wissen in die bereits bestehenden Strukturen des Langzeitgedächtnisses integriert wird. Das hierdurch entstehende Netzwerk enthält redundante Verknüpfungen zwischen allen gespeicherten Informationen in Form sprachlicher, visueller oder akustischer Assoziationen, wodurch sowohl das spätere Auffinden und der Abruf des Gelernten durch seine Beziehungen zu anderen Gedächtnisinhalten erleichtert, aber auch die Wahrscheinlichkeit des Vergessens verringert wird.

Eine weitere Definition von Schenk im Sinne der „Schema-Theorie“ lautet:

„Elaboration ist die Vernetzung externer Information mit Schemainformation. Die neue Information wird durch vorhandenes Wissen und bestehende Erfahrungen aufgefüllt und erhält daher eine persönliche Färbung.“

  1. Werner Stangl: Elaboration - Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. In: Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. 2021, abgerufen am 17. September 2021.
  2. Schenk, M. (2002). Medienwirkungen. Tübingen: Mohr Siebeck. In Anlehnung an Schulz, W. (1995).