Entenschnabel (Nordsee)

Als Entenschnabel wird der von der deutschen Nordseeküste nach Nordwesten reichende Festlandsockelsektor bezeichnet, der den westlichen Teil der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone ausmacht. Der Name wurde wegen der Ähnlichkeit mit dem Schnabel einer Stockente gewählt. Diese Bezeichnung wird gelegentlich auch von amtlichen Stellen verwendet, während Gesetze das Gebiet als deutsche ausschließliche Wirtschaftszone in der Nordsee bezeichnen.

Die Station ENTE3 (Entenschnabel Station 3) mit den Koordinaten 55,92° N, 3,35° O ist gleichzeitig der nördlichste und westlichste Punkt der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone.

Im nordwestlichen Teil umfasst der Entenschnabel einen Streifen der Doggerbank (mit dem gleichnamigen Naturschutzgebiet) und reicht darüber hinaus in die zentrale Nordsee.

  1. Uwe Jenisch: Das neue internationale Seerecht. Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Kapitel 8: Territoriale Veränderungen in Nordsee und Ostsee. In: Hanns-Seidel-Stiftung (Hrsg.): Politische Studien, Heft 249, 1980 (ZDB-ID 202300-3), S. 37.
  2. Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz: Meeresbergbau
  3. Raumordnungsplan für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone in der Nordsee (Memento vom 3. März 2018 im Internet Archive)
  4. MURSYS – Nordsee. Stationsliste für Monitoringfahrten in der deutschen AWZ (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  5. Umweltbericht Nordsee (Memento vom 6. August 2016 im Internet Archive) (PDF; 25,4 MB)