Epitome Iuliani
Die Epitome Iuliani (gelegentlich auch genannt: Epitome Juliani (constitutiones novellae Justiniani de graeco in Latinum translate per Julianum, virum eloquentissimum, antecessorem civitatis Constantinopolitanae) oder Juliani epitome latina Novellarum Justiniani) ist eine spätantike Privatrechtssammlung des Kaisers Justinian aus dem Jahr 556 n. Chr.
Die Rechtsauswahl enthält 124 Nachtragsgesetze aus den Novellae Justinians, diese Bestandteil des später so genannten Corpus iuris civilis. Autor ist ein gewisser Julian, der an den Rechtsschulen von Beirut und Konstantinopel als Rechtslehrer (antecessor) tätig war. Dort hielt er Novellenkurse ab und schuf einen Index, der der Einweisung in fremdsprachige Texte diente.
- ↑ Nach Abzug zweier Doppelungen, waren es inhaltlich 122 Gesetze.
- ↑ Detlef Liebs: Die Jurisprudenz im spätantiken Italien (260–640 n. Chr.) (= Freiburger Rechtsgeschichtliche Abhandlungen, Neue Folge, Band 8). Duncker & Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-06157-8. S. 220–223.