Epstein-Akten

Die Epstein-Akten (englisch Epstein files) sind eine Sammlung von mehreren Millionen Dokumenten, Bildern und Videos, welche ursprünglich der Strafverfolgung des mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein sowie weiterer Personen aus seinem sozialen Umfeld dienten. Durch ihre teilweise Veröffentlichung Ende 2025 und Anfang 2026 bestätigten sich jahrelang diskutierte Vermutungen, dass Epstein zentraler Akteur eines großen Netzwerks war, das Frauen und minderjährige Mädchen systematisch vergewaltigte und sexuell missbrauchte. Viele der Opfer wurden dafür verschleppt, unter anderem auf Epsteins Insel Little Saint James in der Karibik.

Öffentliches Aufsehen erregte der Umstand, dass viele prominente und mächtige Personen aus Politik und Wirtschaft in engem Kontakt mit Epstein standen und in den Akten häufig auftauchen, darunter US-Präsident Donald Trump. Die unvollständige Veröffentlichung der Akten wurde häufig als Zensur kritisiert. Ebenfalls kritisiert wurde, dass in den USA bisher gegen keine der in den Akten auftauchenden Prominenten Strafermittlungen aufgenommen wurden. Strafermittlungen gegen Prominente erfolgten lediglich in Europa: in Norwegen gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Thorbjørn Jagland und im Vereinigten Königreich gegen den damaligen Prinzen Andrew sowie den damaligen Botschafter Peter Mandelson.