Equines Cushing-Syndrom
Das Equine Cushing-Syndrom (ECS) bezeichnet eine Hormonstörung bei Pferden. Dem Begriff liegt ein Symptomkomplex zugrunde, der u. a. durch eine krankhaft erhöhte Ausschüttung von Cortisol (Hypercortisolismus), aber auch andere Faktoren ausgelöst werden kann.
Als Hauptursache für das ECS gilt ein (altersbedingter) Tumor in der Hirnanhangsdrüse Adenohypophyse (sekundärer Cushing). Als solche entspricht die Erkrankung dem als „Morbus Cushing“ bezeichneten und oft fälschlich mit dem „Cushing-Syndrom“ gleichgesetzten Formenkreis beim Menschen. Bei Pferden liegt eher selten ein Tumor der Nebennierenrinde (primärer Cushing, Hyperadrenokortizismus) als Ursache vor.
In der angelsächsischen Veterinärmedizin wird die bei Pferden prävalente Form des ECS aufgrund ihrer Lokalisation im Mittelteil (latein. pars intermedia) des Vorderlappens der Hypophyse (latein. „glandula pituitaria“) zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen mit ähnlichem Erscheinungsbild als PPID (Pituitary Pars Intermedia Dysfunction) präzisiert.