Erich Meyer (Rassentheoretiker)
Erich Meyer (* 20. Juni 1905 in Halle; † unbekannt) war ein deutscher Lehrer und nationalsozialistischer Rassentheoretiker.
Meyer studierte nach dem Abitur in Leipzig 1925 Naturwissenschaften an der Universität Halle bis zur Promotion 1928. Dann wurde er an der Helmholtzschule Leipzig Referendar und Assessor. 1932 trat er dem NS-Lehrerbund und zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.961.795). 1933 wurde der Antisemit für ein Jahr der kommissarische Leiter der Höheren Israelitischen Schule Leipzig (Carlebachschule) und sorgte für das Ausscheiden des Schulgründers Ephraim Carlebach, bevor er wegen zu groben Vorgehens abgelöst und ab 1935 als Studienrat am Lößnitzgymnasium in Radebeul unterrichtete, das in Hans-Schemm-Schule umbenannt wurde. Er wurde Mitarbeiter beim Reichssachbearbeiter für Rassefragen des NSLB Karl Zimmermann. 1939 wurde er vom Schuldienst beurlaubt, um das rassistische Biologiebuch für Höhere Schulen „Lebenskunde“ zu vollenden, das er mit Zimmermann herausgab. 1942 war er Leiter der Kreisbildstelle, die in der Hans-Schemm-Schule ihren Sitz hatte. Als NS-Funktionär hatte er Kontakt zu Klara May, der Witwe von Karl May, wegen dessen Ehrung zum 100. Geburtstag.
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/27131193
- ↑ Barbara Kowalzik: Lehrerbuch: die Lehrer und Lehrerinnen des Leipziger jüdischen Schulwerks. 2006, S. 81, abgerufen am 21. Juli 2019.
- ↑ Lehrbuch Lebenskunde. Museum Berlin-Karlshorst, abgerufen am 27. Januar 2025.
- ↑ Karl Mays Grabmal in Radebeul. Abgerufen am 10. Oktober 2020.