Erzbistum Bar
| Erzbistum Bar | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Montenegro |
| Kirchenprovinz | Immediat |
| Diözesanbischof | Rrok Gjonlleshaj |
| Emeritierter Diözesanbischof | Zef Gashi SDB |
| Fläche | 13.198 km² |
| Pfarreien | 19 (31.12.2015 / AP2017) |
| Einwohner | 632.000 (31.12.2015 / AP2017) |
| Katholiken | 11.146 (31.12.2015 / AP2017) |
| Anteil | 1,8 % |
| Diözesanpriester | 7 (31.12.2015 / AP2017) |
| Ordenspriester | 7 (31.12.2015 / AP2017) |
| Katholiken je Priester | 796 |
| Ordensbrüder | 7 (31.12.2015 / AP2017) |
| Ordensschwestern | 33 (31.12.2015 / AP2017) |
| Ritus | Römischer Ritus |
| Kathedrale | Kathedrale des Heiligen Petrus |
| Konkathedrale | Kathedrale zur Unbefleckten Empfängnis |
| Anschrift | Nadbiskupski Ordinarijat Popovici 98 85000 Bar, Crna Gora |
Das römisch-katholische Erzbistum Bar (lat.: Archidioecesis Antibarensis, ‚Antivari‘) mit Sitz in der montenegrinischen Hafenstadt Bar wurde im 11. Jh. gegründet. Am Konzil von Chalcedon 451 hat ein dioklitischer Bischof Evandrus teilgenommen, dies bezieht sich aber wahrscheinlich auf das phrygische Diokletien. Zur Zeit Papst Gregors I. (590–604) war der Bischof von Dioclea dem Bischof von Skadar unterstellt. Zur Zeit des byzantinischen Kaisers Leo III. (717–741) gehörte er zur Metropolie von Dyrrachion. Im 9. Jh. erhielt Dioclea einen Erzbischof. Im 11. Jh. wurde das Erzbistum gegründet, der Erzbischof trug den Titel archiepiscopus Diocliensis atque Antibarensis ecclesiae. Mit einer Bulle des Papstes Alexander II. 1067 wurden ihm die Bistümer Duklja, Palač, Svač, Skadar, Drivast, Pilot, Ras, Bosnien und Travunien unterstellt. Es gehört keiner Kirchenprovinz an und untersteht dem Heiligen Stuhl direkt. Bei einer Größe von 13.138 km² umfasst die Erzdiözese fast das ganze Land, abgesehen vom Gebiet der Bucht von Kotor, das in Kotor einen eigenen Bischof hat (Bistum Kotor).
Die römischen Katholiken stellen nur 2,2 Prozent der im Gebiet des Erzbistums lebenden Bevölkerung. Der starke Rückgang der Gläubigen ist neben dem in den ehemals kommunistischen Ländern besonders starken Trend zur Entchristlichung auch auf eine starke wirtschaftlich bedingte Emigration zurückzuführen. Diese hält bis heute an, da in Montenegro die Arbeitslosigkeit nach wie vor sehr hoch ist. Über 90 Prozent der Diözesanen leben entweder in der Küstenregion, neben Bar, vor allem in den Städten Budva und Ulcinj, oder im Bergland Malesija bei Tuzi. Etwas mehr als die Hälfte der Gläubigen im Erzbistum sind albanischsprachig.