Fürstentum Rheina-Wolbeck

Fürstentum Rheina-Wolbeck
Wappen Flagge
Landeshauptstadt Rheine
Regierungsform Monarchie
Letztes Oberhaupt Joseph Arnold von Looz-Corswarem
Dynastie Looz-Corswarem
Bestehen 1802–1806
Entstanden aus Hochstift Münster
Aufgegangen in Großherzogtum Berg
Karte

Das Fürstentum Rheina-Wolbeck war ein kurzlebiger Kleinstaat im nördlichen Münsterland und südlichen Emsland, der 1803 im Zuge der Säkularisation gegründet wurde und bereits 1806 wieder unterging.

Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums war Rheine mit Sitz im Kloster Bentlage, das zum Schloss umgebaut wurde. Zum Herrschaftsgebiet des Fürstentums gehörten die Orte Mesum, Emsdetten, Nordwalde, Altenberge, Neuenkirchen, Salzbergen, Schepsdorf und Emsbüren. Das Staatsgebiet erstreckte sich links der Ems über etwa 60 km nördlich von Münster bis Lingen, war in west-östlicher Richtung jedoch nur 10–15 km breit. Es umfasste eine Fläche von etwa 556 km². Der Streit mit den Nachbarn darüber, wo genau die Grenze verlief, welche Bauernhöfe dazugehörten und welche nicht, dauerte bis 1820 – 14 Jahre nachdem das kurzlebige Fürstentum Rheina-Wolbeck untergegangen war.

  1. 1 2 Josef Tönsmeyer: Vom Landesfürstentum Rheina-Wolbeck zur Gutsherrschaft Rheine-Bentlage. Rheine 1980, S. 83.