FFH-Gebiet Schirlbusch
FFH-Gebiet Schirlbusch | ||
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Infotafel am Westrand vom Schirlbusch | ||
| Lage | Schleswig-Holstein, Deutschland | |
| Fläche | 14 ha | |
| Kennung | 1320-303 | |
| WDPA-ID | 555517796 | |
| Natura-2000-ID | DE1320303 | |
| FFH-Gebiet | 14 ha | |
| Geographische Lage | 54° 37′ N, 9° 6′ O | |
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| Meereshöhe | von 7 m bis 12,3 m | |
| Einrichtungsdatum | November 1999 | |
| Verwaltung | Ministerium f. Landwirtschaft, Umwelt u. ländl. Räume d. Landes S-H | |
| Rechtsgrundlage | § 32 Absatz 2 bis 4 BNatSchG in Verbindung mit § 23 LNatSchG | |
| Besonderheiten | Am besten erhaltene Wacholderheide in S-H | |
Das FFH-Gebiet Schirlbusch ist ein NATURA 2000-Schutzgebiet in Schleswig-Holstein im Kreis Nordfriesland in der Gemeinde Drelsdorf. Das FFH-Gebiet liegt in der Landschaft Bredstedt-Husumer Geest am Südhang des Tals der Ostenau. Es hat eine Fläche von 14 ha. Die größte Ausdehnung liegt in Nordwestrichtung und beträgt 630 m. Die höchste Erhebung mit 12,3 m über NN liegt auf der FFH-Gebietsgrenze im Hochwald, der niedrigste Punkt mit 7 m über NN an der Nordspitze am Wacholderweg.
Knapp zwei Drittel der Fläche wird von Laubwald bedeckt, knapp ein Drittel besteht aus Heide, die im Westen des Gebietes angesiedelt ist. Der Rest besteht aus extensiv genutztem Grünland, das als Pferchfläche für die Hüteschafbeweidung genutzt wird, siehe Diagramm 1.
Das Waldgebiet Schirlbusch ist ein historischer Waldstandort. Er war bereits um 1857 in der dänischen Generalstabskarte verzeichnet, siehe Bild 1. Er war damals von großen Heidegebieten umgeben und wurde als Kratt bewirtschaftet, eine Form des Niederwaldes, wie sie damals in Schleswig-Holstein weit verbreitet war. Die Heiden und die weiter nördlich und südlich gelegenen Moore sind in den letzten 150 Jahren entwässert und zu intensiv genutzten Agrarflächen umgewandelt worden. In den letzten Jahrzehnten sind darüber hinaus im Zuge der Errichtung von Biogasanlagen im Land viele Grünlandflächen in Ackerflächen für den Mais- und Rapsanbau umgebrochen worden. Diese Praxis ist durch das Dauergrünlandumbruchgesetz mittlerweile erschwert worden.
- ↑ Managementplan für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet DE-1320-303 „Schirlbusch“. (PDF; 1111 kB) Karte 1 - Übersicht. In: Landesportal Schleswig-Holstein. Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, 4. Juni 2014, abgerufen am 15. Mai 2021.
- ↑ Höchster Punkt im FFH-Gebiet Schirlbusch. In: DigitalerAtlasNord. Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein, abgerufen am 27. November 2021.
- ↑ Höchster und tiefster Punkt im FFH-Gebiet Schirlbusch. In: DigitalerAtlasNord. Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein, abgerufen am 14. Mai 2021.
- ↑ Gesetz zur Erhaltung von Dauergrünland (Dauergrünlanderhaltungsgesetz - DGLG). In: Landesvorschriften und Landesrechtsprechung. Landesregierung Schleswig-Holstein, 7. Oktober 2013, abgerufen am 14. Mai 2021.