Fahrradunfall
Ein Fahrradunfall ist ein Straßenverkehrsunfall mit einem Fahrrad bzw. meist mit einem beteiligten Radfahrer. In der öffentlichen Wahrnehmung sind vor allem Kollisionen mit Pkws, Lkws und Fußgängern bedeutsam. Kollisionen mit Kfz führen häufig zu schweren Personenschäden.
Waren 2024 Autofahrerinnen oder -fahrer beteiligt, trugen die Radfahrenden nur in 24,7 % der Fälle die Hauptschuld und somit lag sie zu über 3/4 bei anderen. Bei Fahrradunfällen mit Güterkraftfahrzeugen lag der Anteil noch darunter: Nur zu 20,9 % wurde die Hauptschuld bei der Radlerin oder dem Radler gesehen und somit zu fast 80 % bei anderen.
Einen oftmals unterschätzten Anteil aller Fahrradunfälle machen Alleinunfälle aus – zum Beispiel durch Auffahren auf ein Hindernis oder Gleichgewichtsverlust bei zu langsamer Fahrt oder unter Alkoholeinfluss. Nicht selten sind auch Defekte am Fahrzeug die Unfallursache, zum Beispiel mangelhaft funktionierende Bremsen. Ein weiterer Grund für Unfälle mit Beteiligung radfahrender Personen sind schlechte geplante oder mangelhafte Rad-Infrastrukturen.