Fehlermodell
Ein Fehlermodell klassifiziert Messfehler, hier die der Metrologie. Die Eigenschaften der Messfehler, die in den Messprozess einfließen, sind durch die physikalische Arbeitsweise der Messapparatur festgelegt.
Bezeichne
- die von n Wiederholungsmessungen
- den wahren Wert der Messgröße
- den unbekannten systematischen Messfehler, der allen n Wiederholungsmessungen gemeinsam ist
- den zufälligen Messfehler.
Dann liegt der Revision der Gaußschen Fehlerrechnung eine Fehlergleichung folgender Form zugrunde:
Die Messwerte einer stationär arbeitenden Messapparatur streuen also nicht um den wahren Wert der Messgröße, sondern um den seitens des unbekannten systematischen Messfehlers verschobenen Wert . Letzteren bezeichnet die Statistik als belasteten oder nicht erwartungstreuen Erwartungswert – nicht erwartungstreu soll heißen: der wahre Wert wurde verfehlt.
Weder noch sind dem Experimentator bekannt.