Filz
Filz (8. Jahrhundert, → mhd. vilz, ahd. filz, as. filt – Wollmasse. Aus wg. *filta – Filz, auch in ae. felt.) ist ein textiles Flächengebilde, das aus Schafwolle oder anderem Tierhaar und gegebenenfalls beigemischten Synthesefasern besteht, die durch Filzen oder Walken verfestigt werden. Durch die Struktur der Wollfaser, die Schuppen besitzt, verfilzt Wolle unter Einwirkung von Druck, Schub und Feuchtigkeit. Um die Dichte noch zu erhöhen, kann der Filz anschließend gewalkt werden.
- ↑ Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, S. 294.Filz (verwandt mit mittellateinisch filtrum „Filter“.
- ↑ Vgl. auch Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 381 (Filtz: Filz als Filter, etwa in „laß es durch ein filtz lauffen“).
- ↑ Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon Bd. A–K, 8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9, S. 226–227.