Fluorapophyllit-(K)
| Fluorapophyllit-(K) | |
|---|---|
| Zu einem kugelförmigen Aggregat („Diskokugel“) zusammentretende radialstrahlige Fluorapophyllit-(K)-Kristalle aus Rahuri bei Ahmednagar, Indien (Größe: 6,8 cm × 5,9 cm × 4,5 cm) | |
| Allgemeines und Klassifikation | |
| IMA-Nummer |
1978 s.p. |
| IMA-Symbol |
Fapo-K |
| Andere Namen |
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| Chemische Formel |
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| Mineralklasse (und ggf. Abteilung) |
Silikate und Germanate (Phyllosilikate) |
| System-Nummer nach Lapis-Systematik (nach Strunz und Weiß) Strunz (9. Aufl.) Dana |
VIII/H.01-020 9.EA.15 72.03.01.01 |
| Kristallographische Daten | |
| Kristallsystem | tetragonal |
| Kristallklasse; Symbol | ditetragonal-dipyramidal; 4/m2/m2/m |
| Raumgruppe | P4/mnc (Nr. 128) |
| Gitterparameter | a = 8,963 Å; c = 15,804 Å |
| Formeleinheiten | Z = 2 |
| Häufige Kristallflächen | {110}, {101}, {001} |
| Zwillingsbildung | selten nach {111} |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mohshärte | 4,5 bis 5 |
| Dichte (g/cm3) | 2,33 bis 2,37 (gemessen); 2,37 (berechnet) |
| Spaltbarkeit | sehr vollkommen nach {001}, schlecht nach {110} |
| Bruch; Tenazität | uneben; spröde |
| Farbe | farblos, weiß, rosafarben, gelb, grün |
| Strichfarbe | weiß |
| Transparenz | durchscheinend bis durchsichtig, opak |
| Glanz | Glasglanz, Perlmuttglanz auf {001} und auf Spaltflächen |
| Kristalloptik | |
| Brechungsindizes | nω = 1,530 bis 1,536 nε = 1,532 bis 1,538 |
| Doppelbrechung | δ = 0,002 |
| Optischer Charakter | einachsig positiv, anomal zweiachsig |
| Weitere Eigenschaften | |
| Chemisches Verhalten | durch Säuren wie HCl und HNO3 unter Bildung eines schleimigen Rückstandes leicht zersetzbar |
| Besondere Merkmale | Aufblättern beim Erhitzen |
Fluorapophyllit-(K) ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Gruppe der Apophyllite innerhalb der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“ mit der chemischen Zusammensetzung KCa4[(F,OH)|(Si4O10)2]·8H2O und ist damit chemisch gesehen ein wasserhaltiges Kalium-Calcium-Silikat mit zusätzlichen Fluorid- bzw. Hydroxidionen. Strukturell gehört es zu den Schichtsilikaten. Die in den runden Klammern angegebenen Bestandteile Fluorid- und Hydroxidionen können sich in der Formel jeweils gegenseitig vertreten, stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals.
Fluorapophyllit-(K) kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem und entwickelt bis zu 20 cm große, dipyramidale, prismatische, isometrisch-pseudokubische oder tafelige Kristalle, die entweder farblos sind oder weiße, rosa, gelbe bzw. grüne Farbtöne zeigen. Die Oberflächen weisen einen glasähnlichen Glanz auf, Basis- und Spaltflächen schimmern dagegen eher perlmuttartig.
Wie alle Minerale der Apophyllitgruppe wird auch Fluorapophyllit-(K) häufig in Begleitung von Zeolithen als sekundäre Bildungen in den ehemaligen Hohlräumen von Mandelsteinen oder Drusen in Basalten, Phonolithen oder anderen basischen Vulkaniten sowie in manchen Erzlagerstätten als späthydrothermale Bildung gefunden.