François Genoud

François Genoud (* 26. Oktober 1915 in Lausanne; † 30. Mai 1996 in Pully) war ein Schweizer Bankier, glühender Hitlerverehrer, Antisemit und Holocaustleugner. Nach dem Zweiten Weltkrieg half er NS-Verbrechern sowie arabischen Terroristen des arabischen Nationalismus wie zum Beispiel der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP). Unter anderem finanzierte er die Rechtsbeistände von Adolf Eichmann, Klaus Barbie und Ilich Ramírez Sánchez. Journalisten deckte er mit Klagen ein. Trotz jahrzehntelanger Tätigkeit im Milieu des internationalen Rechtsextremismus und Terrorismus konnte er in der Schweiz bis wenige Tage vor seinem Freitod, als ein Haftbefehl wegen Rassendiskriminierung nach dem 1994 neu eingefügten Artikel 261bis StGB erging, nicht strafrechtlich verfolgt werden.

  1. Michael Sontheimer: Biografie über François Genoud: Ein freischaffender Nazi. In: Spiegel Online. 14. Januar 2011.
  2. David Lee Preston: Hitler’s Swiss Connection. In: The Philadelphia Inquirer. 5. Januar 1997.
  3. Claude Cantini: Les Ultras – Extrême droite et droite extrême en Suisse : les mouvements et la presse de 1921 à 1991. Éditions d’en bas, Lausanne 1992, ISBN 2-8290-0135-4, S. 91 f.