Franz Neumann (Politiker)
Franz Neumann (* 14. August 1904 in Berlin; † 9. Oktober 1974 ebenda) war ein deutscher sozialdemokratischer Politiker. In Berlin war Neumann in der frühen Nachkriegszeit einer der führenden Gegner der Bildung einer Einheitspartei mit den Kommunisten und spielte im Frühjahr 1946 eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Fortexistenz einer selbstständigen Sozialdemokratie in Berlin. Von 1946 bis 1958 war Neumann Vorsitzender der SPD in Berlin. Nach jahrelangen harten Flügelkämpfen wurde der Parteilinke 1958 als Landesvorsitzender von Willy Brandt abgelöst. 1959 war Neumann einer von wenigen Delegierten, die beim Godesberger Parteitag gegen das neue Parteiprogramm stimmten. Von 1946 bis 1960 war Neumann Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung bzw. des Abgeordnetenhauses, von 1949 bis 1969 auch (vom Berliner Landesparlament gewählter) Bundestagsabgeordneter.