Freie Stadt Danzig

Die Freie Stadt Danzig (polnisch Wolne Miasto Gdańsk) – die Städte Danzig, Zoppot, Praust, Tiegenhof und Neuteich sowie das sie verbindende Gebiet war in der Zwischenkriegszeit von 1920 bis 1939 ein selbstständiger Freistaat mit polnischen Hafenrechten unter dem Schutz des Völkerbundes.

Die Freie Stadt Danzig wurde nach dem Ersten Weltkrieg infolge der Bestimmungen des Versailler Vertrags gebildet. Die Gründung war letztlich ein Kompromiss, da Polen sein Ziel einer vollständigen Annexion der Stadt nicht verwirklichen konnte, aber den Danziger Hafen als Zugang zur Ostsee nutzen wollte. Die Gründung erfolgte gegen den Willen der großen Mehrheit der Danziger Bevölkerung, die weiter zum Deutschen Reich gehören wollte. Diese Umstände machten Danzig zu einem potentiellen politischen Konfliktherd und belasteten die deutsch-polnischen Beziehungen auf Dauer. Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde der Freistaat vom Deutschen Reich annektiert.

  1. The Statesman’s Year-Book. MacMillan, London 1942, ISBN 978-0-230-27071-8.