Gaibach

Gaibach
Stadt Volkach
Koordinaten: 49° 53′ N, 10° 14′ O
Höhe: 252 m ü. NHN
Einwohner: 384 (2019)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Oktober 1978
Postleitzahl: 97332
Vorwahl: 09381
Lage von Gaibach (fett) innerhalb des Volkacher Gemeindegebietes
Gaibach von Norden (Mai 2016)

Gaibach ist ein Gemeindeteil der Stadt Volkach im Landkreis Kitzingen (Unterfranken, Bayern). Die Gemarkung Gaibach hat eine Fläche von 7,921 km². Sie ist in 877 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9032,46 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Öttershausen.

Gaibach war bis zum freiwilligen Zusammenschluss mit Volkach am 1. Oktober 1978 eine selbständige Gemeinde. Die lange Phase der Unabhängigkeit rührt bereits aus der Frühen Neuzeit her. Das Dorf erhielt mit den Herren Echter von Mespelbrunn und später den Grafen von Schönborn mächtige Dorfherren, die ein eigenes Halsgericht etablierten. Gaibach wurde nie Teil des umgebenden Hochstifts Würzburg.

Die lange Souveränität führte auch dazu, dass das kleine Dorf verhältnismäßig viele architektonische Besonderheiten aufweist. Neben dem Schloss der Dorfherren steht am zentralen Platz die Dreifaltigkeitskirche, die von Balthasar Neumann als Patronatskirche des Hauses Schönborn errichtet wurde. Die Grafen sorgten auch für die Errichtung einer Rundkapelle an der Ausfallstraße in Richtung Schweinfurt. Die Konstitutionssäule wurde als Reminiszenz an die Bayerische Verfassung von 1818 aufgerichtet. Im Jahr 2020 wurde Gaibach vom Bayerischen Landtag zu einem der 13 Orte der Demokratie in Bayern ernannt.

  1. Stadt Volkach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 8. Januar 2026.
  2. Gemarkung Gaibach (091102). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 8. Januar 2026.
  3. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Januar 2026.
  4. Ferdinand Leuxner: Die Schönborns bauen in Gaibach – Grenzziehungen in einer herrschaftlichen Kulturlandschaft des 17. und 18. Jahrhunderts. In: Frankenland. Zeitschrift für fränkische Geschichte, Kunst und Kultur. 76. Jahrgang (2024), Heft 3. S. 171–181.