Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen KZ Sachsenhausen im brandenburgischen Oranienburg, nördlich von Berlin. Die Einrichtung versteht sich als Gedenk- und Lernort sowie als modernes zeithistorisches Museum. Sie folgt einem dezentralen Gesamtkonzept, um dem Besucher die Geschichte an den authentischen Orten erfahrbar zu machen. In 13 Ausstellungen wird die konkrete Geschichte des jeweiligen historischen Ortes als Leitidee mit einer darüber hinaus weisenden thematischen Darstellung verknüpft. Die inhaltlichen Schwerpunkte reichen von der Geschichte des KZ Oranienburg, verschiedenen Aspekten der Geschichte des KZ Sachsenhausen über das sowjetische Speziallager bis hin zur Geschichte der Gedenkstätte selbst.
Die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen gehört zur Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, einer gemeinsam von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Brandenburg finanzierten Stiftung öffentlichen Rechts. Direktor ist seit 1. Juni 2018 der promovierte Historiker Axel Drecoll in der Nachfolge von Günter Morsch, der nach über 25-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand gegangen ist.
In direkter Nachbarschaft, ebenfalls auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, befinden sich seit 2006 die Unterrichts- und Verwaltungsräumlichkeiten der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg. Seit dem Einzug findet eine enge Zusammenarbeit der Gedenkstätte mit der Hochschule statt, die sich unter anderem in gemeinsamen Seminaren für die Studierenden und Auszubildenden äußert. Außerdem nehmen Angehörige der Hochschule regelmäßig an Gedenkveranstaltungen der Gedenkstätte teil.
- ↑ seit 1993 Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen. In: sachsenhausen-sbg.de. 2018, abgerufen am 7. November 2022.
- ↑ Presseinformationen 32/2018 vom 1. Juni 2018. In: sachsenhausen-sbg.de, Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, abgerufen am 19. Mai 2021.
- ↑ Rainer Speer: Grußwort Finanzminister. Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg, 4. November 2006, abgerufen am 24. August 2025.
- ↑ Polizeischule auf ehemaligem KZ-Gelände eröffnet - WELT. Abgerufen am 24. August 2025.
- ↑ Hochschule Polizei Brandenburg. Abgerufen am 6. September 2025.