Speziallager Sachsenhausen

Das Speziallager Sachsenhausen (zuerst Speziallager Nr. 7, ab 1948 Speziallager Nr. 1) war von 1945 bis 1950 ein sowjetisches Speziallager in Deutschland. Es befand sich von 1945 bis 1950 im Kernbereich des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen im Ortsteil Sachsenhausen der Stadt Oranienburg.

Die Insassen der Speziallager wurden ohne Urteil festgehalten, denn die von sowjetischen Militär-Tribunalen (SMT) Verurteilten kamen nicht in die Speziallager. Da es aber auf dem Gelände auch ein Lager für SMT-Verurteilte gab, wird dies gelegentlich in der Argumentation vermischt.

Heute befindet sich die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen auf dem Gelände des ehemaligen Speziallagers Sachsenhausen. Die Einrichtung versteht sich als Gedenk- und Lernort sowie als modernes zeithistorisches Museum. Sie folgt einem dezentralen Gesamtkonzept, um dem Besucher die Geschichte an den authentischen Orten erfahrbar zu machen. Im August 2001 wurde die Ausstellung Speziallager Nr. 7/Nr. 1 eröffnet.

  1. „Die SMT-Verurteilten gehörten nicht zu den Speziallager-Insassen und waren auch völlig isoliert untergebracht.“ Zit. nach: Sergej Mironenko, Lutz Niethammer, Alexander v. Plato (Hrsg.): Sowjetische Speziallager in Deutschland 1945 bis 1950. Band 1: Studien und Berichte. Akademie Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-05-002531-X.