Geislinger Steige
Die Geislinger Steige ist ein alter Handelsweg auf die Schwäbische Alb. Sie verbindet Geislingen an der Steige an deren Fuß in Richtung Südsüdosten durch das Tal des Eyb-Zuflusses Rohrach mit Amstetten und zählt zu den bekanntesten Albaufstiegen.
Heute bezieht sich der Name auf zwei verschiedene Verkehrswege:
- Die seit der Römerzeit bestehende Fernstraße zwischen Geislingen an der Steige und Amstetten, in den Jahren 1823 bis 1824 ausgebaut durch Gottlieb Christian Eberhard von Etzel, heute ein Abschnitt der Bundesstraße 10, ist die eigentliche Steige.
- Die Eisenbahnrampe zwischen den Bahnhöfen Geislingen (Steige) (469 m) und Amstetten (Württ) (581 m) im Zuge der von Stuttgart nach Neu-Ulm führenden Filstalbahn. In einigen Quellen wird diese als steilste Hauptbahn Europas bezeichnet. Dies ist aber nicht richtig: mehrere Hauptbahnen z. B. in Österreich (beispielsweise Arlberg-, Brenner-, Tauern-, Semmeringbahn) oder der Schweiz (wie Gotthard-, Simplon- oder Lötschbergbahn) weisen größere Steigungen auf.
- ↑ Verwendung der alten Geislinger Steige als Interimstraße bei einer notwendig werdenden Sperrung der neuen Steige (Bau der neuen Steige 1823–1824) in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- ↑ 50 Jahre elektrischer Zugbetrieb auf der Geislinger Steige. „Mit Vollkraft voraus“. In: Die Bundesbahn. August 1983, ISSN 0007-5876, S. 534 f.