Genízaros
Genízaros (deutsch „Chenießaros“, „ch“ wie in „Dach“) nannte man vom 18. bis zum 19. Jahrhundert im neuspanischen New Mexico und auf den angrenzenden südlichen Great Plains (Texas) Indianer verschiedener Stämme (vorwiegend Präriestämme des Südens, keine Pueblos), die kulturell von der spanischstämmigen Mehrheitsgesellschaft assimiliert worden waren und entweder als Dienstboten in spanischen Haushalten oder in eigenen Siedlungen lebten.
Nach Schätzungen bestanden etwa 10 bis 30 Prozent der sesshaften Bevölkerung zur Kolonialzeit aus solchen Personen.
Im Jahr 2007 wurden ihre Nachfahren, die aus Ehen zwischen Indianern, Hispanos und weißen Amerikanern hervorgegangen sind (siehe auch: Mestizen), und sich heute als eigenständige Ethnie verstehen, von der Regierung New Mexicos unter dem Namen Genízaros als indigene Gruppe anerkannt.
- ↑ Moises Gonzales: The Genizaro Land Grant Settlements of New Mexico. Journal of the Southwest, 2014. Band 56. S. 583–602. doi:10.1353/jsw.2014.0029, Online, abgerufen am 25. November 2019.
- ↑ David J. Wishart: Genízaros, Stichwort in der Encyclopedia of the Great Plains Universität von Nebraska, Lincoln 2011, online abgerufen am 25. November 2019.
- ↑ House Memorial 40, 48th legislature – State of New Mexico - first session, 2007, online, abgerufen am 26. November 2019.