Generalisierung (Methodologie)
Als Generalisierung wird in Logik, Psychologie, Wissenschaftstheorie und empirischer Forschung der Übergang von einer oder mehreren Einzelfall-Aussagen zu einer allgemeinen Aussage bezeichnet. Dabei werden sowohl die in Alltags- und Wissenschaftspraxis auftretenden Heuristiken und Gewohnheiten für einen solchen Übergang untersucht und beschrieben als auch Versuche übernommen, einen solchen Übergang formal korrekt zu (re)konstruieren und zu rechtfertigen. Hier ergeben sich Zusammenhänge zum Induktionsproblem und zur Thematik der Abduktion. Besonderes in der empirischen Sozialforschung kam es im 20. Jahrhundert über die Bedingungen erlaubter Generalisierungen zu einem erbitterten Streit um die Legitimität qualitativer vs. quantitativer Methoden.