Gennadi Georgijewitsch Kasparow
Gennadi Georgijewitsch Kasparow (russisch Геннадий Георгиевич Каспаров, englische Transkription Gennadi Kasparov) ist ein russisch-US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit Algebraischer Topologie, Operatoralgebren und deren K-Theorie befasst.
Kasparow studierte an der Lomonossow-Universität, an der er 1974 bei Sergei Petrowitsch Nowikow promoviert wurde. 1984 habilitierte er sich (russischer Doktortitel) an der Akademie der Wissenschaften in Kiew. 2002 ging er an die Vanderbilt University und wurde dort 2003 Stevenson Professor für Mathematik. 2018 wurde er emeritiert.
Seine erste mathematische Veröffentlichung erfolgte noch als Student 1969. Ende der 1970er Jahre entwickelte er eine bivariante K-Theorie von Operatoralgebren, die sogenannte KK-Theorie (und der KK-Funktor). Er befasste sich unter anderem mit der Novikov-Vermutung seines Lehrers, der (wesentlich mit Hilfe seiner KK-Theorie formulierten) Baum-Connes-Vermutung (mit Beweisen von Spezialfällen unter anderem mit Nigel Higson) und Nichtkommutativer Geometrie im Sinne von Alain Connes.
1983 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress (ICM) in Warschau (Operator K-theory and its applications: elliptic operators, group representations, higher signatures, C*-extensions).
- ↑ G. Kasparov - The Mathematics Genealogy Project. Abgerufen am 27. Juni 2019.
- ↑ Invariants of classical lens manifolds in cobordism theory, Mathematics USSR - Izvestiya, Band 33, 1969, S. 695–705, russisch Izv. Akad. Nauka SSSR, Band 3, 1969, S. 735–747