Warschau

Warschau
Warszawa
Warschau
Warszawa
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Masowien
Powiat: Kreisfreie Stadt
Fläche: 517,24 km²
Geographische Lage: 52° 13′ N, 21° 2′ O
Höhe: 113 m n.p.m.
Einwohner: 1.861.975 (2023)
Postleitzahl: 00-001 bis 04-999
Telefonvorwahl: (+48) 022
Kfz-Kennzeichen: WA, WB, WD, WE, WF, WH, WI, WJ, WK, WN, WT, WU, WW, WX, WY
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Chopin-Flughafen Warschau
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 517,241 km²
Einwohner: 1.861.599
(1. Jan. 2024)
Bevölkerungsdichte: 3599 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1465011
Verwaltung
Stadtpräsident: Rafał Trzaskowski (PO)
Adresse: pl. Bankowy 3/5
00-950 Warszawa
Webpräsenz: www.um.warszawa.pl

Warschau (polnisch Warszawa [varˈʂava] anhören, jiddisch וואַרשע Warsche) ist seit 1596 die Hauptstadt Polens und mit über 1,86 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Als eines der wichtigsten Verkehrs-, Wirtschafts- und Handelszentren Mittel- und Osteuropas genießt Warschau große politische und kulturelle Bedeutung. In der Stadt befinden sich zahlreiche nationale und internationale Institutionen, Universitäten, Theater, Museen und Baudenkmäler.

Beidseitig am Strom der Weichsel (pln. Wisła) in der Woiwodschaft Masowien gelegen, stellt sie das Zentrum der zweitgrößten Agglomeration Polens (nach Kattowitz) mit rund 3,5 Millionen Einwohnern im Großraum Warschau dar. Ihr Stadtgebiet (nach Danzig das zweitgrößte des Landes) gliedert sich in 18 Stadtbezirke. Der Warschauer Innenstadtbezirk beherbergt das UNESCO-Welterbe der wiederaufgebauten Warschauer Altstadt.

Warschau ist die einzige polnische Stadt mit einem rechtlichen Sonderstatus, der in einem eigenen Gesetz geregelt ist. Seit 2002 besitzt sie den Status einer kreisfreien Stadtgemeinde mit interner Unterteilung in Hilfseinheiten – die 18 Stadtbezirke.

Die Stadt erhielt das Stadtrecht vor dem Jahr 1300. Im Jahr 1526 wurde sie in die Krone des Königreichs Polen eingegliedert. Durch die Lubliner Union von 1569 wurde Warschau zum dauerhaften Ort der Sitzungen des Sejms von Polen-Litauen bestimmt. Ab 1573 fanden dort die Freien Königswahlen statt. Nach 1596 wurde der Königshof zusammen mit den zentralen Ämtern nach Warschau verlegt, und 1611 nahm König Sigismund III. Wasa dauerhaft im erweiterten Königsschloss seinen Wohnsitz.

Nach den Teilungen Polens gehörte Warschau zeitweise zum Königreich Preußen, später wurde sie Hauptstadt des Herzogtums Warschau und des Königreichs Polen unter russischer Oberhoheit. Seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1918 ist sie erneut die Hauptstadt Polens.

Während des Zweiten Weltkriegs erlitt Warschau schwere Zerstörungen, besonders während des Ghettoaufstands 1943 und des Warschauer Aufstands 1944. Der Wiederaufbau der Altstadt Warschaus gilt als vorbildlich und wurde 1980 mit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste gewürdigt.

In Warschau befinden sich der Sitz des polnischen Präsidenten, des Sejm, des Senats, des Ministerrats sowie der Polnischen Nationalbank. Auch internationale Institutionen wie die Grenzschutzagentur Frontex der EU und das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte der OSZE (ODIHR) haben hier ihren Sitz.

Die Denkfabrik Globalization and World Cities (GaWC) stufte Warschau im Jahr 2000 in die Kategorie Alpha- und im Jahr 2024 in die Kategorie Alpha ein – was ihre zunehmende globale Bedeutung unterstreicht.

  1. Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
  2. Allerdings nur informell. Formell war die Königsstadt Krakau bis zur Verfassung vom 3. Mai 1791 die Hauptstadt des Königreiches Polen. Starke Symbolkraft hatte dabei die Tatsache, dass alle Könige außer der Letzte sich auf dem Wawelberg in Krakau zum König krönen ließen.
  3. Ustawa z dnia 15 marca 2002 r. o ustroju miasta stołecznego Warszawy. In: Internetowy System Aktów Prawnych. 15. März 2002, abgerufen am 15. März 2024 (polnisch).
  4. Stanisław Pazyra: Geneza i rozwój miast mazowieckich. Państwowe Wydawnictwo Naukowe, Warszawa 1959, S. 111.
  5. Encyklopedia Warszawy. Wiedza Powszechna, Warszawa 1994, S. 1039.
  6. Frontex – European Border and Coast Guard Agency. Abgerufen am 15. März 2024 (englisch).
  7. ODIHR – Office for Democratic Institutions and Human Rights. Abgerufen am 15. März 2024 (englisch).
  8. The World According to GaWC 2020. In: Loughborough University. Abgerufen am 15. Mai 2024 (englisch).
  9. The World According to GaWC 2024. In: Loughborough University. Abgerufen am 15. Mai 2024 (englisch).