German Diagnosis Related Groups
German Diagnosis Related Groups, kurz G-DRG-System, deutsch: diagnosebezogene Gruppen oder besser diagnosebezogene Fallgruppen, ist ein einheitliches, an Diagnosen geknüpftes Fallpauschalen-System im Gesundheitswesen und dient als Vergütungssystem für stationäre Krankenhausleistungen im Bereich der somatischen Erkrankungen und neben dem PEPP-System. Das G-DRG-System löste in Deutschland im Jahr 2003 das alte Vergütungsmischsystem ab. Gesetzliche Grundlage sind § 85 SGB V und § 17b Krankenhausfinanzierungsgesetz.
In diesem Kontext ist zu beachten:
- Es gibt mittlerweile zwei Umbenennungen des „G-DRG“-Systems, zunächst zu „aG-DRG“ und anschließend zu „rG-DRG“.
- Das in Deutschland zusätzlich geschaffene und im Jahr 2024 dann auch hier in Deutschland eingeführte sektorenübergreifende medizinisch-ökonomische Klassifizierungssystem der Hybrid-DRG ist kein Bestandteil des G-DRG (bzw. aG-DRG/rG-DRG)-Systems und existiert eigenständig daneben, gleichzeitig für den stationäre Versorgungsbereich und den ambulanten ärztlichen Versorgungsbereich.
- Das im Jahr 2025 gestartete System der Leistungsgruppen nach dem KHTG beinhaltet zahlreiche Aspekte des deutschen DRG-Systems, allerdings sind beide Systeme nicht deckungsgleich und existieren somit parallel nebeneinander.
- ↑ auf archive.org: Der Leistungsgruppengrouper funktioniert wie ein paralleles DRG-System. 5. Februar 2025, archiviert vom am 15. Februar 2025; abgerufen am 15. Februar 2025.