Geschichte Thüringens
Die Geschichte Thüringens umschreibt die Entwicklung eines geographischen Raums dessen Kerngebiet das Thüringer Becken ist, von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart, in der der Freistaat Thüringen diesen Raum einnimmt.
Die Geschichte Thüringens begann nicht erst mit den Thüringern und ihrem spätantiken Königreich, das ab etwa 531 schrittweise ins Frankenreich eingegliedert wurde, es war aber wohl noch über die Jahrhunderte hinweg identitätsstiftend, vielleicht ebenso die hochmittelalterliche Landgrafschaft Thüringen, die die übergräfliche Stellung der Landgrafen (Ludowinger, Wettiner) ausmachte, die das hohe Gericht und den Landfrieden in ganz Thüringen zu besorgen hatten. Erfurt ist seit dem frühen Mittelalter das geistliche, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Thüringens, in dem vom 10. bis zum 19. Jahrhundert die Erzbischöfe von Mainz herrschten, wie auch im Eichsfeld. In der Frühen Neuzeit gehörte der größte Teil Thüringens zum Kurfürstentum bzw. Herzogtum Sachsen und seinen Folgestaaten, neben den Schwarzburgern, Reußen und Preußen, bis zum Ende der Monarchie. 1920 wurde das Land Thüringen gegründet und 1990 das Bundesland Thüringen.
- ↑ Historische Karte (1642), urn:nbn:de:hbz:061:1-31119 – Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf