Geschichte der Schweiz

Die neuere Geschichte der Schweiz als Bundesstaat beginnt mit der Annahme der Bundesverfassung von 1848. Vorläufer der modernen Schweiz waren die ab Mitte des 15. Jahrhunderts als lockerer Bund organisierte Alte Eidgenossenschaft, die von 1798 bis 1803 bestehende zentralistisch aufgebaute Helvetische Republik sowie die 1803 gegründete und 1815 neu organisierte «Schweizerische Eidgenossenschaft».

Die eidgenössischen Kantone gewannen 1648 im Westfälischen Frieden die Souveränität vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und waren in der Folge dadurch stark von Frankreich beeinflusst. Mit der «Franzosenzeit» 1798/1803 und danach am Wiener Kongress 1815 wurde die Eidgenossenschaft einer Umstrukturierung unterzogen. Nach einem Bürgerkrieg im Jahr 1847 wurde 1848 der Bundesstaat gegründet. Wichtige Grundlinien in der Schweizer Geschichte sind der ausgeprägte Föderalismus und seit dem Zweiten Pariser Frieden von 1815 die internationale Neutralität, beruhend auf den Entscheidungen des Wiener Kongresses.